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Psychosoziale Medizin

Alle psychologischen und soziologischen Aspekte des Krankseins finden sich in der psychosozialen Medizin wieder.  Die psychosoziale Medizin beschäftigt sich hauptsächlich mit der Wechselwirkung und Interaktion im Umfeldbereich Arzt und Patient. Auch wie sich die Interaktion von Patient und Arzt auf den Patienten und die Personen rund um die Familie auswirkt, wird in der psychologischen Medizin explizit erläutert und dargestellt. Hier steht der erkrankte Mensch und seine psychosozialen Ängste, Schwierigkeiten und Probleme im Mittelpunkt. Die psychosoziale Medizin soll helfen, den Patienten in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und zu begreifen. Die Pflege des Erkrankten soll ein höchstmögliches Maß an Einfühlungsvermögen entwickeln und den Patienten in seinem sozialen Leben soweit unterstützen, daß er ein akzeptables Leben führen kann. Ferner soll die psychosoziale Medizin dafür sorgen, daß der Patient ein grosses Vertrauen in seine Pflegschaft entwickelt und somit Krisensituationen einfühlsamer und geschickter gelöst werden können. Die psychosoziale Medizin soll den Arzt dazu befähigen, den Patient als Teil eines grossen Ganzen zu verstehen und Wechselwirkungen zwischen Patient und Arzt richtig deuten zu können. Hierfür muss sich der Arzt selbst als Systemteil der psychosozialen Medizin sehen und die Aktivierung dieses Systems innerhalb der psychosozialen Medizin als Aufgabe sehen.